Bundesfachschaftentagung Berlin 2012

Abschlussfoto im Vorlesungssaal des Geocampus Lankwitz - FU Berlin (Foto: R. Kapannusch)
Abschlussfoto im Vorlesungssaal des Geocampus Lankwitz – FU Berlin (Foto: R. Kapannusch)

Vom 8.–11.11.2012 fand am Geocampus Lankwitz die Bundesfachschaftentagung (BuFaTa) der Geologen des Wintersemesters 2012 statt. Mit insgesamt ca. 150 Teilnehmern von 21 Universitäten, darunter die Uni Wien, ist diese BuFaTa die größte ihrer Art bisher gewesen.

Nach der Begrüßung und einem Campusrundgang durch die FU Berlin startete die Veranstaltung am Donnerstag traditionell mit einem Grillabend in lockerer Atmosphäre. Am Freitag standen verschiedene Exkursionen an. Berliner Bausteine in der Stadt, deren Abbaugebiete, Energieversorgung, wie z.B. der Tagebau Jänschwalde (Fa. Vattenfall), eine Bunkerführung mit den Berliner Unterwelten, das Museum für Naturkunde und die Rieselfelder im Norden Berlins. Eine Führung zum GFZ und zur CO2-Verpressungsanlage Ketzin rundete das vielfältige Programm ab.

Nach den Exkursionen wurden die Teilnehmer in das bunte Kiezleben rund um das Ostkreuz und die berühmte Simon-Dach-Straße, sowie im Anschluss noch vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor geführt. Auf dieser kleinen Stadttour wurde unter Würdigung des besonderen Datums, des 9.11., insbesondere auf die spezielle Situation der Stadt zur Zeit des kalten Krieges hingewiesen.

Am Samstag bildeten die Fachvorträge der Dozenten das Herzstück der BuFaTa. Konrad Hammerschmidt leitete die Vortragsreihe mit einer wissenschaftsphilosophischen Betrachtung des Themenkomplexes „Zeit und Alter“ ein, gefolgt von Kamil Ustaszewski, der über die Subduktionszone zwischen China und Japan und deren regionalpolitische Auswirkung sprach. Ralf Milke schilderte eindrucksvoll, wie ein langfristig erfolgreiches Projekt sich aus einer einfachen Idee entwickeln kann, während Friedhelm von Blanckenburg demonstrierte, warum Dreck (namentlich Boden) manchmal auch für „Hard-Rock-Geologen“ überaus interessant ist. Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Michael Schudack mit einer Übersicht seiner aktuellen Arbeit. Dabei wurde die Vortragsreihe auch von Studenten und Interessierten des Fachbereichs als willkommenes Zusatzprogramm genutzt.

Neben dem fachlichen und sozialen Austausch ist die dritte Säule, auf der die BuFaTa ruht, die universitäts- und wissenschaftspolitische Arbeit. Dazu wurden am Nachmittag Workshops zu verschiedenen Themen veranstaltet, darunter z.B. der Umgang mit minderjährigen Kommilitonen bei Veranstaltungen der Fachschaft, ein Vergleich der bestehenden Mentorenprogramme und die aktuelle Diskussion um den zu gründenden Dachverband. Des Weiteren wurden die fest integrierten Workshops zum Thema Geländesicherheit sowie der Vergleich der deutschen Masterprogramme weitergeführt. Der EUGEN e.V., der den Austausch von geowissenschaftlichen Studenten auf europäischer Ebene ermöglicht, hat in einem weiteren Workshop über den aktuellen Stand der Organisation aufgeklärt.

Im abschließenden Plenum wurden die Ergebnisse der Workshops dargestellt und die Punkte ausgewiesen, bei denen noch Handlungsbedarf besteht. So ist gewährleistet, dass die Fachschaftsvertretungen an den jeweiligen Universitäten für die Themen sensibilisiert sind und weiter an den Fragestellungen arbeiten können. Studentische Vertreter haben, soweit vorhanden und anwesend, Berichte aus den geowissenschaftlichen Vereinigungen vorgebracht. Zum Abschluss wurde Jena zum Austragungsstandort der Sommer-BuFaTa gewählt: Herzlichen Glückwunsch!

Nach dem Plenum und dem anschließenden Abendessen haben Teilnehmer und Organisatoren die Veranstaltung gemeinsam ausklingen lassen, bevor die Teilnehmer am Sonntagmorgen wieder aufgebrochen sind.

Die FSI Geologische Wissenschaften der Freien Universität dankt allen Teilnehmern, dem Institut für Geologische Wissenschaften, der Firma Fossilienwelt.net, dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler, sowie den vielen helfenden Händen für die tatkräftige Unterstützung.

Manuel Quiring & Sascha Zertani
(FSI Geologische Wissenschaften Berlin)