Aufruf zum Boykott des CHE-Rankings

Die Bundesfachschaftentagung Geowissenschaften boykottiert bis auf Weiteres das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE-Ranking). Somit sind sämtliche Fachschaftsvertretungen dazu aufgerufen, Ihre Studierenden auf den Boykott hinzuweisen, die Hintergründe der Kritik zu erläutern und wenn nötig den Boykott in den Hochschulgremien durchzusetzen.

Ziel von Hochschulrankings ist es, einen Vergleich und eine daraus folgende Rangordnung von Studiengängen an verschiedenen Hochschulen zu schaffen, um Studieninteressierten eine Orientierung zu geben. Unserer Ansicht nach erfüllt das CHE-Ranking diese Aufgabe nicht. Mehr noch, es erschwert die Entscheidung für einen Studiengang und -ort, da es durch Anwendung unvergleichbarer Leistungskriterien sowie einer unklaren Methodik und Darstellung der Ergebnisse keinen objektiven Vergleich ermöglicht.

Neben methodischen Fehlern führt die Bundesfachschaftentagung Geowissenschaften vor allem eine fehlende Differenzierung der Geowissenschaften bei der Bewertung an. Das Studienfach “Geowissenschaften” ist aufgrund seiner Vielfältigkeit nicht vergleichbar und
sollte deshalb keinem Vergleich unterzogen werden, an dessen Ende eine Rangfolge steht.
Insbesondere die Zusammenfassung mehrerer Studiengänge wie “Geophysik”, “Geoökologie” oder “Geotechnik” unter dem gemeinsamen Oberbegriff “Geowissenschaften” zeigt die unzureichende Kenntnis der Studienfächer seitens des CHE.

Die ausführliche Kritik findet sich im “Aufruf zum Boykott des CHE-Rankings durch die Bundesfachschaftentagung.

Der Aufruf wurde auf der Bundesfachschaftentagung 2013 in Göttingen ausformuliert, nachdem das Plenum der Bundesfachschaftentagung in Jena am 04.05.2013 sich für den Boykott aussprach und damit einem Aufruf der Metatagung Fachschaften (MeTaFa) folgte.