BuFaTa Geowissenschaften Jena 2013

Die Bundesfachschaftentagung (BuFaTa) der geowissenschaftlichen Studiengänge fand nun nach 2007 das zweite Mal an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena statt. Etwa 140 Teilnehmer aus 24 Universitäten tagten vom 2. bis 5. Mai 2013 in der schönen Saalestadt. Die 22 Fachschaften aus der Bundesrepublik wurden durch Vertreter der Universitäten Wien und Graz sowie des Eugen e.V. unterstützt.

Am Donnerstag fand im Institut für Geowissenschaften ein gemütliches Kennenlernen bei einem thüringischen Grillabend statt. Am Freitag konnten sich die Teilnehmern mit der Stadt Jena und der Geologie Thüringens vertraut machen. Neben Wanderexkursionen in die Kernberge Jenas und durch die Saalestadt mit Führung in der mineralogischen Sammlung erhielten die Teilnehmer Einblick in die Geologie des Kyffhäuser, des Thüringer Waldes und des Thüringischer Schiefergebirges. Des Weiteren gab es Exkursionen in das geodynamische Observatorium Moxa, das Besucherbergwerk „Vereinigte Reviere Kamsdorf“ sowie eine Sammelexkursion für die paläontologisch interessierten Studenten. Am Samstag stellten Mitarbeiter in Fachvorträgen das Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena und die reizvolle Geologie Thüringens vor. Der Institutsdirektor Prof. Kai Totsche eröffnete diese Reihe mit einem Vortrag über „Aspekte der hydrogeologischen Forschung in Jena“. Darauf folgte ein Referat vom Dekan der chemisch-geowissenschaftlichen Fakultät Prof. Reinhard Gaupp zum Thema: „Sedimentpetrologie in den Angewandten Geowissenschaften – Nutzung des porösen Untergrundes“. Die geophysikalische Seite der Arbeit in Jena beleuchtete Prof. Florian Bleibinhaus mit seinem Vortrag zum Thema „Wellenform, Rauschen und Zufall. Neue Wege der Seismologie“. Nach einer Kaffeepause ging es spannend weiter mit einem Beitrag von Dr. Michael Abratis zum Thema: „INFLUINS – ein Großforschungsprojekt der Uni Jena“ und schließlich trug Dr. Thomas Voigt über „Thüringens Weg durch die Erdgeschichte“ vor.

Am Nachmittag fand in zwei Workshop-Blöcken ein reger Austausch der Teilnehmer zu uni- und studiengangsübergreifenden Problematiken statt. Dies waren zum einen Themen, die seit längerem auf dem BuFaTa besprochen werden, wie die Sicherheit im Gelände und das ECTS-System. Des Weiteren wurde über die Zukunft nach dem Studium, die Arbeit der Fachschaftsräte, Akkreditierung und das CHE-Ranking gesprochen. Viel drehte sich auch um die Verbesserung der Organisation und Strukturierung der BuFaTa im Allgemeinen.

Am Abend folgte das Plenum, bei dem alle Workshopergebnisse vorgestellt wurden. Auch fand hier die Wahl der nächsten Austragungsorte statt. Für eine einfachere Organisation wurde entschieden, den Austragungsort der BuFaTa mindestens ein Jahr im Voraus zu bestimmen. An dieser Stelle gratulieren wir herzlich Göttingen zur Winter-BuFaTa 2013, Freiberg zur Sommer-BuFaTa 2014 und Aachen zur Winter-BuFaTa 2014. Ein großer Fortschritt der Tagung ist die Berufung eines ständigen Ausschusses der BuFaTa Geowissenschaften mit dem Namen GESTEIN als ständiger Ansprechpartner zwischen den Tagungen, um unter anderem den Kontakt zu den geowissenschaftlichen Vereinen, Verbänden und der Wirtschaft zu erleichtern. In diesen Ausschuss wurden fünf Mitglieder unterschiedlicher Universitäten gewählt. Der Ausschuss übernimmt den Ausbau der Internetpräsenz der BuFaTa und den Aufbau einer Austauschplattform, um die Ergebnisse besser zu sichern und einer größeren Personenzahl dauerhaft zugänglich zu machen. Des Weiteren wurden drei studentische Vertreter in den Akkreditierungspool entsandt, um einen größeren Einfluss auf die Akkreditierungsverfahren unserer Studiengänge zu nehmen. Ein weiterer wichtiger Beschluss ist die Zustimmung der BuFaTa Geowissenschaften zum gemeinsamen Boykott des CHE-Rankings, das seit längerer Zeit sehr kritisch gesehen wird. Dieser Boykott wird durch andere Studiengänge (z.B. Physik, Psychologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) mit getragen, welche bei ihren BuFaTa ebenfalls Resolutionen zum CHE-Ranking beschlossen haben. Erstmalig nahmen Vertreter anderer Bundesfachschaftentagungen (Physik und Psychologie) teil, zum Ziel der Vernetzung und der Zusammenarbeit bei gemeinsamen Problemen. Zukünftig soll dieser Kontakt mit Vernetzungstreffen der Tagungen weiter gefördert werden. Am Samstag gab es nochmals einen schönen Grillabend und am Sonntag konnten die Teilnehmer nach einer sehr produktiven BuFaTa zufrieden die Heimreise antreten.

Die Fachschaft Geowissenschaften der FSU Jena bedankt sich bei allen Mitarbeitern und dem Institut für Geowissenschaften, die die Tagung unterstützt haben, ebenso bei allen Sponsoren, Teilnehmern und den vielen helfenden Händen für eine wunderbare Bundesfachschaftentagung. Glück auf aus Jena!

Reik Seidel & Susanne Lehmann
(FSR Geowissenschaften Jena)