Bundesfachschaftentagung Freiberg Sommer 2014

BuFaTa Freiberg 2014Dieses Jahr fand die Sommer-BuFaTa an der TU Bergakademie Freiberg statt. Wie auch schon auf der vergangenen Winter-BuFaTa in Göttingen erstreckte sich die Tagung in Freiberg über 5 Tage (mit An- und Abreisetag).

Die Teilnehmer trafen am Mittwoch (28.05.2014) in Ihrer Unterkunft am Forschungsbergwerk ein. Nach einigem Hin und Her und diversen Platzumtauschaktionen belief sich die Teilnehmerzahl auf 65 Personen. Die Teilnehmer kamen aus Berlin, Jena, München, Tübingen, Göttingen, Frankfurt, Aachen, Bremen, Köln, Bochum, Bonn, Erlangen, Freiburg, Darmstadt, Clausthal, Freiberg, Hannover und Greifswald. Nach einem gemütlichen Kennenlernabend auf dem Gelände des „Beachclub 7“ mit kleinem Icebreaker und Spanferkel suchten die Teilnehmer die Unterkunft auf, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Produktivität. Die Teilnehmer begaben sich nach dem Frühstück hinunter in die Altstadt zum Mineralogischen Institut (Abraham Gottlob Werner-Bau), welches die Workshopräumlichkeiten und Plenarsaal für uns bot. Dieser Bau fungierte für die restlichen Tage als Haupttagungsort. Im Anfangsplenum wurde der Ablaufplan nochmals mit kleinen Korrekturen vorgestellt und den Nachzüglern ausgehändigt. Eine endgültige Workshopaufteilung folgte nach der Mastervorstellung und kurzer Fragerunde für Unklarheiten. Zum Ende des Plenums konnten sich die Teilnehmer noch in die Exkursionsgruppen für den nächsten Tag eintragen. Im Anschluss sammelten sich die Workshopteilnehmer in den dafür vorgesehenen Seminarräumen. Es wurden durch die Teilnehmer folgende Workshops gehalten:

• GeStEIN (Sitzung des Vorstands der Bundesfachschaftentagung)
• Homepage der BuFaTa
• CHE-Ranking
• Exkursionsvernetzung
• Akkreditierung
• Was kostet das Geowissenschaftenstudium
• Gefährdung der Geowissenschaften an der Uni Halle
Zum Mittag wurden die Teilnehmer im Jugendtreff „Teeei“ versorgt, welcher sich direkt neben dem Institut befand. Im Anschluss fanden die Labor- und die Sammlungsführung statt. Hier wurden einerseits das Wasserlabor im geophysikalischen Institut sowie die paläontologische Sammlung des Humboldt-Baus besichtigt. Hiernach hatten alle noch ein wenig Zeit bis zum anstehenden Zwischenplenum. Im Zwischenplenum wurden die vorläufigen Ergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt und verschiedenste Kritik und Verbesserungsvorschläge angebracht. Nach dem Abendbrot ging es wieder hinauf in Richtung Quartier, wo der erste Teil der Geolympix stattfand. Nachdem die diversen Disziplinen von den Gruppen gemeistert wurden, ging der Abend in den gemütlichen Teil über, wobei dieser von Lagerfeuer und Musik begleitet wurde.

Am Donnerstag ging es auf in verschiedenste Himmelsrichtungen, um den Teilnehmer ein möglichst breites Spektrum an Exkursionszielen zu bieten. Diese gingen über das Granulitmassiv, böhmisches Becken, Altenberg/Zinnwald, Erzgebirge bis hin zu Exkursionsmöglichkeiten innerhalb von Freiberg. Als die Busse am Nachmittag wieder eintrafen, hatten alle Zeit sich zu erfrischen und sich zum Abendbrot zu stärken. In Anschluss führte es alle wieder zurück in die Stadt und damit zum zweiten Teil der Geolympix, welche traditionell die Kneipentour darstellt. Kurz vor 24:00 Uhr trafen sich alle auf dem Obermarkt, um auf alt hergebrachter Sitte den neuen Tag mit dem Steigerlied zu begrüßen. Hierbei muss angemerkt werden, dass wahrscheinlich auf keiner anderen BuFaTa eine bessere Version des Steigers geboten wurde als an diesem Abend. An diesem Punkt ging ein Teil hinauf zur Unterkunft, wobei ein anderer sich noch die anderen Kneipen ansah.

Am Samstag fand im Anschluss an das Frühstück und einem kurzen Zwischenplenum die zweite Workshoprunde statt. Hier konnten die Gruppen, die zuvor Kritik und Anmerkungen im Plenum erhielten, ihr Besprochenes und Beratenes vom Vortag nochmals festhalten und die Ideen umsetzen. Diese wurden daraufhin von jeder Gruppe in ein Protokoll gefasst, um diese dann auf dem Abschlussplenum darzubieten und abstimmen zu lassen. Weiterhin kamen durch schon beendete Workshops „neue“ Teilnehmer hinzu, welche zu dem jeweiligen Thema etwas beitragen konnten. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer über die Mittagszeit stärken. Nach dem Essen hörten die Teilnehmer einen Vortrag über „shale gas und Förderungsmethoden“ von Prof. Moh´d Ambro und einen Vortrag des Mitstudenten Felix Hüttenrauch über das Technikum. Nachdem alle den Vorträgen lauschten, konnten Sie sich in einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen eindecken, um das lange Abschlussplenum zu überstehen.

Im Abschlussplenum wurden dann neben der Wahl des Standortes der Sommer-BuFaTa (Darmstadt) folgende Workshopergebnisse besprochen und abgestimmt.

Im GeStEIN Workshop wurde neben Hompageverbesserungsvorschlägen auch der lang angestrebte „Sicherheit im Gelände“ Flyer vorgestellt. Nach kleineren Kritikpunkten konnte dieser dann den restlichen Teilnehmern im Abschlussplenum vorgestellt werden. Dieser wurde angenommen und für hilfreich befunden. Für die Erleichterung der Grafikbearbeitung und des Drucks wird die „Produktion“ zusammen mit dem BDG bewerkstelligt. So kann sichergestellt werden, dass auch schon im nächsten Semester die Erstis diesen erhalten können. Weiterhin wurden für Sascha und Susanne, welche in der nächsten Periode nicht mehr im Vorstand sein werden, neue Mitglieder gewählt. Zu den neuen Vorstandsmitgliedern zählen nun auch Thomas Rose und Melanie Werner. Weiterhin werden sich Christian und Chris mit dem neuen How to BuFaTa Ordner auseinandersetzen, sodass es den folgenden Ausrichtern erleichtert wird, die Kosten zu kalkulieren, Mengen zu planen und Anträge beim BMBF zu stellen.

Auch zu dieser BuFaTa wurde das Thema CHE Ranking wieder aufgegriffen. Nachdem sich schon vorher in Jena die Tagung für einen Boykott entschied, wurden in diesem Workshop nun Umsetzungsproblematiken angesprochen. Einige Universitäten haben diesen bereits bewerkstelligt bekommen. Andere haben leider noch keinen Erfolg an Ihren Fakultäten erzielen können. Es wurden nochmals alle auf das Schreiben „Aufruf zum Boykott“ hingewiesen und darum gebeten dieses doch an ihrer Universität vorzustellen. Es wird noch immer auf eine Reaktion des CHE gewartet. Solange dieses Ranking nicht ordentlich angepasst wird und keine Änderung der Umfragebedingungen auftreten, werden die Fachschaftsvertreter weiterhin dazu aufgerufen, diese Umstände zu verbreiten und dagegen vorzugehen.

Auch das Thema Exkursionsvernetzung wurde wieder aufgegriffen. Für die Bekanntgabe von freien Exkursionsplätzen soll in Zukunft eine Sparte im GeStEIN-Wiki angelegt werden. So soll es Studenten anderer Universitäten ermöglicht werden, an anderen Praktika teilzunehmen und somit auch eventuelle Leerplätze zu füllen. Das Anrechnen von Credit-points und ein eventueller Versicherungsschutz muss dann im Einzelfall geklärt werden.

Seit der letzten BuFaTa ist festgelegt worden, dass der Workshop Akkreditierung ein Standardworkshop wird. Thomas Rose hat als Akkreditierungspoolmitglied die Erstellung einer Resolution angestrebt. Während des Workshops wurden Rahmenpunkte festgelegt und ein Pad zur gemeinsamen Erstellung der Resolution erstellt. Diese Resolution wird derzeit noch bearbeitet und diskutiert. Weiterhin wurde über ein freies Mandat für die Entsandten abgestimmt. Dies wurde dann im Anschluss bestätigt.

Was kostet das Geowissenschaftenstudium ist ein Thema, welches nun auch mal offiziell angesprochen wurde. Durch eine recht verschieden gestrickte Lehre ist der Kostenaufwand je nach Universität variabel. Die Universitäten fördern recht unterschiedlich die Kosten der Exkursionen. Einige haben einen geringen Kostenaufwand, wobei andere mehrere Tausend Euro bereits im Bachelor investieren müssen. Es wurden während des Workshops diverse Förderungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gesammelt und in einem Protokoll gefasst.

Ein weiteres Problem stellt die Gefährdung der Geowissenschaften am Standort Halle dar. Es wurde im Workshop zusammengetragen, ob diese Gefährdung wie am Beispiel Halle auch an anderen Standorten vorhanden ist. Es stellte sich heraus, dass kein anderer Standort einer größeren Gefährdung unterliegt. Der GeStEIN Vorstand wird weiteren Kontakt zu den Hallenser halten und unterstützend wirken.

Nach dem Abschlussplenum begaben sich alle gemeinsam in Richtung Schloss Freudenstein. Vor dem Schloss wurde dann das traditionelle Abschluss-Gruppenfoto gemacht. Leider ohne die Barbara, da die Aachener diese bereits sicher verstaut hatten. Nach der Fotosession ging es ins Schloss Freudenstein, in die Terra mineralia um dort zu Abend zu essen. Nach einem Buffet im Europasaal konnten die Teilnehmer sich noch in aller Ruhe die restliche Sammlung ansehen. Nach einer kleinen Umplanung bzgl. der Abschlussparty-location gingen alle wieder hinauf zum Beachclub um dort bei Feuer und Fassbier die BuFaTa ausklingen zu lassen und um den Geolympix-Sieger Freiburg zu feiern.

Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat.

Wir möchten uns bei euch für eure Unterstützung bedanken und hoffen, dass ihr die Bergstadt in guter Erinnerung behaltet.

Glück auf! und bis zum nächsten Mal in Aachen!

Chris Vorreier
(Fachschaftsrat 3 für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau TU Bergakademie Freiberg)