Stellungnahme zur Schließung des Institutes für Geowissenschaften und Geographie in Halle

Die finanzielle Umstrukturierung zur Entlastung des Landeshaushalts von Sachsen-Anhalt führen zu massiven Einsparungen im Hochschulbereich des Bundeslandes. Von diesen Kürzungen ist unter anderem auch das Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg betroffen. Die Bundesfachschaftentagung der Geowissenschaften lehnt die geplante Schließung des Institutes ab und solidarisiert sich mit den Studierenden der Geowissenschaften und Geographie.

Aufgrund seiner Bergbauvergangenheit ist Sachsen-Anhalt auf die regionalen Kenntnisse gut ausgebildeter GeowissenschaftlerInnen angewiesen. Aus unserer Sicht sind sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang direkt auf die Bedürfnisse des Bundeslandes zugeschnitten (z. B. Haldensanierung, Tagebau und Bergbau, Subrosionsprobleme). Mit der Schließung des Institutes beendet das Bundesland die Ausbildung seiner künftigen eigenen Fachkräfte und verliert als ein ohnehin von Abwanderung betroffenes Bundesland eine attraktive Gruppe hochqualifizierter Fachkräfte.

Um die steigende Nachfrage an AbsolventInnen in einem so vielfältigen Studium wie den Geowissenschaften in Deutschland bedienen zu können sowie eine möglichst praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten, ist eine Vielzahl an Standorten unerlässlich. Deshalb spricht sich die Bundesfachschaftentagung ausdrücklich für die Erhaltung des Standorts Halle-Wittenberg aus.