Gemeinsame Stellungnahme zum neuen Vertrag der VG Wort mit den Hochschulen

Bücher, By Recycle-Rama [FAL], via Wikimedia Commons

Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) hat sich in einem Gerichtsverfahren einen neuen Vertrag zur  Nutzung von Literatur in der Lehre erstritten. Dieser wird zum 1.1.2017 in Kraft treten und wurde ohne Beteiligung der Hochschulen ausgearbeitet. Er sieht unter anderem eine Meldepflicht bei der Weitergabe von elektronischer Literatur im Lehrkontext vor, sofern diese anderweitig verfügbar ist. Bei Hochschulen ist dies in der Regel über die Bibliotheken gegeben. Soll Literatur doch elektronisch weitergegeben werden, tritt der zweite kritische Punkt des Vertrages zu: Die Umstellung des Abrechnungsmodell von einer Pauschale hin zu einer seitengenauen Meldung. Dies verursacht auf Seiten der Dozierenden erheblichen Mehraufwand, der zusätzlich zu den laufenden Verpflichtungen nicht zu stemmen ist und damit quasi einem flächendeckenden Verbot gleichkommt.
Zahlreiche Hochschulen boykottieren daher diesen Vertrag, weswegen dort Literatur mit Jahresbeginn 2017 nicht mehr auf Lernplattformen und vergleichbaren Systemen zur Verfügung stehen wird. Es wird nur noch der gedruckte Semesterapparat in der Bibliothek erlaubt sein – oder die bloße Angabe von Links.

Die Bundesfachschaftentagung Geowissenschaften und GeStEIN e.V. sprechen sich in ihrer Stellungnahme gegen diese Neuregelungen aus. Sie legen die Konsequenzen dar und fordern die VG Wort nachdrücklich dazu auf, Nachbesserungen vorzunehmen um ein zeitgemäßes und hochwertiges Studium auch in Zukunft zu ermöglichen.

Download der Stellungnahme