CHE Ranking: Der neuste Stand

2017 hat GeStEIN zusammen mit GeoDACH den gemeinsamen Boykott des CHE-Rankings erneuert, da sich aus der Sicht der Vereine zu diesem Zeitpunkt die Qualität des Rankings nicht verbessert hatte. Der Boykott zeigte einen Erfolg. An vielen Standorten nahmen nicht genügend Studierende teil um eine statistisch relevante Aussage treffen zu können.

Auf der BuFaTa in München im Mai 2019 leiteten Leonie Soltek und Ricarda Runte aus Aachen einen Workshop zum CHE-Ranking, da durch einige Änderungen im Ranking, der alte Boykott nicht mehr tragbar war, und eine neue Stellungnahme erforderlich wurde. Die Verbesserungen beinhalteten beispielsweise die Trennung von der Geowissenschaften und der Geographie. Als Ergebnis des Workshops formulierten die Teilnehmer eine Liste von Änderungen, unter deren Annahme GeStEIN bereit wäre den Boykott aufzuheben. Hierbei ging es vor allem um eine inhaltlich differenzierte Darstellung der Studiengänge, die die Schwerpunkte der verschiedenen Standorte betont. Das Plenum stimmte diesen Punkten und der weiteren Diskussion mit dem CHE zu, und beschloss bei der Annahme der Verbesserungen, das CHE Ranking aktiv zu bewerben, da mehr Teilnehmer die Datenlage verbessern.

Unsere Anmerkungen wurden im Oktober 2019 in einem Gespräch mit dem CHE vorgestellt, wobei das Feedback seitens des CHEs positiv war. In der CHE Fachbeiratssitzung der Geowissenschaften im April 2020 konnten die verbliebenen Vorschläge konkret diskutiert werden. Hierbei wurde ein Konzept zur Darstellung der Schwerpunkte in den Studiengängen anhand von CPs erarbeitet. Auch die Darstellung von mehreren Studiengängen an einem Standort wurde diskutiert

GeStEIN steht weiterhin mit dem CHE in Kontakt um verbleibende Fragen zu klären. Leonie Soltek und Effi Drews stehen als Berater für die Umfrage 2021 zur Verfügung. Auf der BuFaTa im November 2020 in Aachen wird es einen weiteren Workshop zum Thema CHE geben, in dem die Änderungen und Möglichkeiten zur Unterstützung diskutiert werden.

Aus Sicht der Fachbeiratsvertreter wurden alle gewünschten Änderungen in das kommende Ranking integriert. Eine weitere Verbesserung kann nur durch statistisch relevante Angaben umgesetzt werden, welche an eine große Teilnehmerzahl gekoppelt sind. Darum möchten wir sowohl die Studierenden, als auch die Verantwortlichen an den Instituten um eine umfangreiche Teilnahme bitten. Bei aller Kritik bietet das CHE-Ranking eine gute Möglichkeit Studieninteressierte auf die Geowissenschaften aufmerksam zu machen, was dem Fach nur zum Vorteil gereichen kann.