Sterben die Geowissenschaften in Sachsen-Anhalt aus?

“GeStEIN” stellt sich gegen die geplanten Stellenstreichungen im Bereich Geowissenschaften an der Universität in Halle (Saale)

Am 03.02.2022 wurde im akademischen Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter dem Deckmantel “Profilierung” ein regelrechter Kahlschlag vorgeschlagen. Das verabschiedete Grobkonzept sieht in den kommenden Jahren eine Reduktion von bis zu 30 Professuren, 250 Mitarbeitendenstellen und bis zu 3000 Studienplätzen vor. Auch am Institut für Geowissenschaften und Geographie soll künftig eine Professur aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen wegfallen.

Geowissenschaftliche Fragestellungen werden perspektivisch immer weiter in den wissenschaftlichen und auch den gesellschaftlichen Fokus rücken. Klimawandel, Energiewende, Endlagerung, Ressourcenknappheit sind nur einige der zukünftig wichtigen Themen, mit den sich die Gesellschaft und
besonders die Geowissenschaftler*innen in ganz Deutschland beschäftigen müssen. Daher stehen wir für den Erhalt geowissenschaftlicher Kompetenz an den Hochschulen in Deutschland insgesamt und in diesem speziellen Fall, für den Erhalt der Professur im Bereich Geowissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Zusammen mit dem Fachschaftsrat für Geowissenschaften und Geographie haben wir eine Stellungnahme verfasst und fordern mit dieser die Akteur*innen in Sachsen-Anhalt auf, ganz getreu dem Landesmotto #moderndenken und dem Motto des Koalitionsvertrages 2021 „Wir gestalten Sachsen-Anhalt. Stark. Modern. Krisenfest. Gerecht.“ die wissenschaftlich und gesellschaftlich zukunftsweisenden Themen in Lehre und Forschung zu stärken. Die ganze Stellungnahme findet ihr hier: